Wiviel Wasser braucht der Hund
| Den Hunden geht es gewöhnlich wie uns Menschen: Ohne Wasser können sie nur wenige Tage Überleben. Daher ist es Lebenswichtig ihnen immer reichlich Wasser zur Verfügung zu stellen. Beim Hund macht das Gesamtwasser 63 v.H. des Körpergewichtes aus beim erwachsenen Menschen 60 v.H. Die vielfältigen chemischen Lebensvorgänge im Körper spielen sich alle in wässrigen Lösungen ab. Das Wasser dient als Lösungs und Beförderungsmittel für Nährstoffe, Abwehrstoffe, Hormone und Abfallstofe auf dem Wege zu den Ausscheidungsorganen. |
Sogar der Wärmehaushalt wird über das Körperwasser gesteuert:
Bei Hitze oder bei Fieber verdunstet es und kühlt den Körper ab. Hunde haben allerdings - im Gegensatz zu den Menschen und zu vielen anderen Tieren - keine Schweißdrüsen, sondern geben ihr Verdunstungswasser über die Zunge ab; sie hecheln. Für die Steuerung des Wasserhaushaltes ist beim Hund ein Teil des Zwischenhirns zuständig. Heute weiß man, dass Hunde in der Regel mit der Nahrung 1,0 v.H. ihres Wasserumsatzes aufnehmen. 1,5 v.H. trinken sie‚ die restlichen 15 v.H. werden bei chemischen Verbrennungsvorgängen im Körper selber gewonnen. Dabei spielt auch das Körpergewicht eines Tieres eine Rolle. Ein 20 kg schwerer Hund benötigt beispielsweise je Kilogramm Körpergewicht täglich zwischen 30 und 45 cm³ Wasser. Etwa die Hälfte davon scheiden die Nieren wieder aus, der Rest wird ausgeatmet oder verdunstet.
Bei Versuche mit unterschiedlich wasserhaltigen Futtersorten aufschlussreiche Ergebnisse. Das Steuerungszentrum im Zwischenhirn erwies sich als so genau, dass die Hunde der jeweiligen Futtersorte entsprechend die richtige Menge Wasser aufnahmen. Bei Feuchtfutter Dosenfutter tranken sie nur wenig. Bekamen sie dagegen Trockenfutter, dem das Wasser weitgehend entzogen ist, tranken sie soviel, bis der Gesamtwasserwert wieder stimmte. Hunde haben offenbar anders als wir Menschen einen besseren Instinkt, der ihnen sagt, was sie brauchen. Für den Hundefreund ergibt sich hieraus die Folgerung, dass man zwar einem beleibten Hund ruhig einmal ein wenig Futter entziehen kann, aber immer genügend Wasser zur Verfügung stellen muss. Der gesunde Hund wird davon nie im übermass Gebrauch machen.
