FREUND DES BERNHARDINERS
Miteinander reden
Viele Probleme lassen sich vermeiden, viele Konflikte lösen, wenn man miteinander redet:
Ein Rat, der vielfach leichter zu geben als zu befolgen ist. Oft steht man vor dem Dilemma, dass man einerseits gerne den richtigen Zeitpunkt abwarten möchte, um über eine bestimmte Sache zu reden, andererseits nicht unbegrenzt auf die passende Gelegenheit warten kann.
Hundefreunde neigen dazu, ihre eigenen Probleme • verglichen mit denen des Kollegen • als unbedeutend abzutun. Sie halten sich zurück, da sie den anderen unter allen Umständen schonen und nicht mit alltäglichen Kleinigkeiten behelligen möchten. Aber vielleicht möchte er gerade diese Normalität.
Hundehalter möchten sich in ihrer Situation und die daraus resultierenden Anforderungen zwar ernst genommen wissen, sie wünschen sich Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Probleme im Ring, aber sie möchten nicht pausenlos und ausschließlich über ihrer Hunde sprechen.
“Behelligen” Sie den Praxisfremden ruhig auch mit alltäglichen Schwierigkeiten. Sie lenken ihn damit vielleicht sogar für eine gewisse Zeit von seiner evtl. Befangenheit ab und geben ihm das Gefühl, zum Beispiel während eines Schauaufenthaltes am “Vereinsleben” teilhaben zu können. Auch ein Einzelhundehalter hat das Bedürfnis, seinem Verein beizustehen.
Wissen Sie nicht, wie Sie ein ernstes Thema am besten anschneiden können? Dann erinnern Sie sich, in welchen Situationen Sie sich früher am besten mit Vereinsaktiven unterhalten konnten. Haben Sie beispielsweise tiefgehende Gespräche bei gemeinsamen Veranstaltungen geführt, bei einem gutem Essen oder abends, wenn die vereinspolitische Situation des Betroffenen es zulässt, solche Rahmenbedingungen auch jetzt zu schaffen. Ein künstlich erzwungenes Gespräch auf Versammlungen oder zwischen Tür und Angel ist sicher keine gute Ausgangsposition.
Eine funktionierende Kommunikation zwischen dem Verein und den Mitgliedern vermittelt beiden Seiten Nähe und hilft, die Bedürfnisse des anderen zu erkennen.
