Seien wir Realisten, fordern Bernhardinerhalter das Unmögliche?
Wie sich die Zeiten ändern! Hätten Vereinsmitglieder der Bernhardinerszene in Deutschland/Schweiz Österreich noch vor fünf, zehn Jahren gewagt, solche „Perspektiven für die Bernhardinerszene“ aufzuzeigen, der Tumult wäre groß gewesen. Auch jetzt gibt es natürlich Kritik an den Vorschlägen, die bernhardiner-info u. a. unter dem Titel „NEUE HALTER ZUCHT GENERATION“ unterbreitet hat.
Spezialzuchtrichter bzw. Vereinsrepräsentanten sind die besseren Bernhardinerzüchter?
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was ein zum Spezialzuchtrichter in der Bernhardinerszene ausser der fachspezifischen formellen (Anatomieumschreibung) Ausbildung, die er mit seiner Wissensbildung auch als zugelassener Vereinszüchter, Zuchtwart erworben hat, unterscheidet?
Seit geraumer Zeit sind neue Vereins -Zuchtverantwortliche im Amt. Die anfängliche Begeisterung ist verflogen. Eine interne Umfrage ergab, die Bernhardinerhalter wären mit der Arbeit der Zuchtkommission unzufrieden.
Als Realist weiss man, dass wenn solche Fragestellungen wie bei bernhardiner-info offiziell evtl. gar formell gestellt werden würden, Vereinsaussteller mit ihren Hunden die von Schaubewertern gerne zu vergebende Standart- Vorzüglichbewertung noch weiter in den Hintergrund gestellt werden würden/könnten, gar unter Androhung mit einem Ausschlussverfahren zu rechnen wäre oder?
Welche bewertungsausgewiesenen Zuchterfolge können jetzige sowie auch künftige Schaubewerter (Richter) nachweisen?
Welche bewertungsausgewiesenen Nachweise als gepr. Hundeführer/Ausbilder/Schautrainer können jetzige und künftige Schaubewerter vorweisen?
Wäre es nicht interessant, künftig auszuweisen (Vereinsheft), wie viele Bewertungstermine (Ausstellung) die jeweiligen einzelnen Entscheidungsträger über ein Bewertungsjahr, das zukunftsweisend der Qualitätssicherung sowie der Zucht dienlich sein soll, absolviert haben?
Wie viele individuellen Einweisungsseminare für künftige Jungzüchter bzw. Züchterfachlehrgänge wurden in regionalen Landesgruppenbereichen im letzten Jahr abgehalten?
Es gibt Vereinsführungspersönlichkeiten, die von Berufswegen geschulte Rhetoriker sind und wissen, wie man Vereinsmitglieder lenkt und leitet! Ersetzt dieses Theoriewissen aber auch das Lenken und Leiten der einzelnen Vereinszüchter bzw. -Rudelführer bei Demonstrationen mit ST. Bernhardshunden?
Sicherlich haben auch Sie schon beobachten können, wie Schaubewerter der Bernhardinerszene starke Hilfestellungen bei Ausstellungen geben, indem sie mit einem Gegenstand wedeln oder diesen fallen lassen, um u.a. die Kopfbeurteilung/Standbewertung besser dokumentieren zu können. Ich konnte dabei schon beobachten, dass solche Gesten manch einem schon das politische V1 gekostet hat und dieser sich mit dem Standart „Vorzüglich“ zufrieden geben musste.
Praxisnachweise und zwar nicht vom Rednerpult aus, vielmehr die angewandte Rudelführerposition als Einzelhundehalter und insbesondere die als Züchter heisst, auch die Rudelführerposition zu beherrschen und dies demonstrieren zu können (nicht von der Leinwand), Bernhardinerexperten zu benennen, und auch praxisbezogen mit Fremdhunden die Rudelführerposition zu beherrschen.
„Bernhardinervereine haben längst Unterabteilungen für Arbeitseinteilungen eingeführt. Die Bernhardinerhalter/Züchter/Liebhaber denken, und der Führungsverantwortliche hält Festreden“.
Nicht zu unterschätzen sind mehr werdende Züchtergemeinschaften und Vereinsmitglieder deren Familienangehörige mit in Vereinsführungspositionen vorzusehen.
Ich darf nochmals von dieser Stelle aus betonen, dass ich nicht der Feind eines Vereins bin, jedoch Liebhaber der Rasse und der absolute Feind von denen, die sachbezogenes, angewandtes Praxiswissen -und Erfahrungen, Aufzeichnungen, Kritik, verhindern wollen und nicht zum Nachdenken einer umweltgerechten Qualitätssicherung unserer Rasse beitragen.
Ich glaube, ein Züchter züchtet immer für sich selbst. Wenn er sagt, er macht es für den Verein, so lügt er. Wenn die Aussteller dann den auserwählten prämierten St. Bernhardshund lieben, liegt es daran, dass der Züchter dieselben Überzeugungen hat wie der Schaubewerter und nicht umgekehrt oder?
