Qualitätsmerkmale unserer Bernhardiner,
aus der Sicht als Ausbilder-Schautrainer, bei Bewertungsveranstaltungen.
Während des Bewertens orientiert sich der Bewerter an zwei großen Achsen als Grundlage für Platzierungen. Die erste betrifft den allgemeinen Eindruck des Bernhardiners und die Gesamtheit ästhetischer Qualitäten. Die zweite betrifft die Effizienz und Qualität der gesamten Klasse. Die allgemeine Ästhetik oder das Äußere eines Bernhardiners wird als der erste Eindruck verstanden, den wir von einem St. Bernhardshund haben. Das ist auch und vor allem das, was unseren Bernhardiner für uns so besonders und so anziehend macht. Welche Elemente tragen zu diesem Bild bei? Da ist an erster Stelle die Analyse dessen, was wir als „Typ“ bezeichnen. Der Typ spiegelt in besonderer Weise die Rasse die Familie wieder; während des Bewertens sprechen wir von der Rasse. Ein sehr schöner Kopf, gutes Pigment, eine aufmerksame Ausstrahlung, die auf einen hervorragenden Charakter schließen lässt, sind die wesentlichen Elemente für diese erste Beurteilung. Die Proportionen des Ganzen (Höhe zu Länge), die Erhabenheit des Widerrists (hoch), so wie die Qualität der Winkelungen, besonders der Hinterhand, verleihen unserem Bernhardiner diese besondere Stellung. Sie können das positive Bild des ersten Eindrucks bestätigen. Während der Standbewertung beurteilt der Bewerter den Knochenbau (Skelett), die Länge der Kruppe, des Oberarms, des Oberschenkels sowie die Winkelungen, die Grundlagen eines funktionalen Gebäudes.
Vor allem werden die St. Bernhardshunde aber auch in der Bewegung beurteilt. Allgemein gesprochen geht es darum, dass die Effizienz der Bewegung beurteilt wird (die Wirksamkeit und das Zusammenspiel von Vor- und Hinterhand), der Widerrist, die Geschlossenheit der Linien. Sie sollen eine gute Übertragung der Bewegungskraft von der Hinterhand auf die Vorhand gestatten. Dies bedingt sehr gute Festigkeit der Bänder, insbesondere der Schulter und der Sprunggelenke. Wichtig ist natürlich auch die physische Frische der Tiere, sie entscheidet häufig über die Differenz innerhalb einer Klasse. Die aktuellen Merkmale, die im Laufe eines Richtens bewertet werden, sind eine dem Standard entsprechende Größe, eine gute Pigmentierung des Fells und des Auges, dem Geschlecht angepasste Köpfe (Rüde oder Hündin), keine zu schwere Brust oder Unterbrust und gerade Linien, insbesondere im Bereich der Hinterhand.
