Ludwigshafen international 2007 11.08.07

Internationale Sonderschau, St. Bernhards-Klub e.V.,
verwaltungsverantwortlich zeichnet die LG-BADEN-PFALZ-SAAR. Ohne die freundliche Unterstützung französicher Bernhardinerzüchter wäre diese Ausstellung eher einem internen Stammtischtreffen gleich gekommen denn bei genauem Hinschauen möchte man sagen, waren mehr HELFER als St. Bernhardshunde vertreten.

Durch die Grenznähe von angereisten Franzosenzüchtern in den verschiedenen Bewertungsklassen wo fast ausschliesslich nur Einzelhunde vorgestellt und bewertet wurden waren die begehrten Vorzugsplatzierungen sicher.
Als Aussteller und Spezialzuchtrichter der hiesigen LG und Repräsentant eines Vereins sollten diese Amtsträger mit geltender Vorbildfunktion einen Bernhardiner zum und während des Erstellens eines Bewertungsberichtes repräsentativ den Hund einem Bewertungsrichter vorstellen können.
Auszug aus der Sicht des Verfassers:
Der fast 3 1/2 jährige Rüde ROI VOM FUGERHOF (grosser Hund) zeigte sich mit seinem leichtem Kraushaar teilnahmslos im Stand hier bereits mit angedeuteter Konditionsschwäche, unübersichtlich bei der Gangwerksprobe zeigte sich sein loser Rücken, bei kurzem Trab entsprechend sehr auffällig. Der Hundeführer versuchte mehrmals auf den Hund einzuwirken bzw. Hilfestellungen mit der Leine den Kopf halten zu müssen. Das war heute unangebracht, denn ihm war eine Vorzugsprämierung bei nur einer Ausstellerkonkurrenz sicher.
FLASH VOM RÖTTGER BERG fast dreijährig, optisch gesehen ein jugendlich wirkend sehr schöner großgewachsener St. Bernhardshund. Groß, mittelkräftig, normaler Widerrist, gute Winkelung der Vor-, sehr gute Winkelung der Hinterhand, gute Brustverhältnisse, Front nicht ganz gerade, hinten leicht hackeneng-, vorne geradetretend, gute Gänge, entsprechend seines Alters waren die Rückenbänder nicht fest, Anmerkung beim Zugehen zum Bewertungsstand den Versuch, das Körmaß (Richter) anzulegen zeigte dieser nicht nur Berührungsängste gar starkes Fluchtverhalten. Hier frage ich mich (nicht in der Hand des Hundeführers) und wo ist die Vertrauensbasis zum Hundehalter bzw. Hundeführer. Auch der erforderliche Reifungsprozess hinsichtlich der Belastbarkeit ist hier nicht vollzogen. Bei den Gangwerksproben ist festzustellen, dass die Hundeführerin sich dem Hund anpasst. Wobei hier unbedingt darauf hinzuweisen wäre, dass es beim Traben vorteilhaft und auch gewollt ist, dass die Hunde im Mitteltrab geführt (präsentiert) werden sollten. Der Mitteltrab ist die ureigentliche Gangart, die dem Hund die Möglichkeit gibt, kraftvolle, raumgreifende Gänge bei guter Gleichgewichtslage zu zeigen.
VORGESTELLT WURDEN VIER ZUCHTHÜNDINNEN bei allen vier kraftvollen Hündinnen waren die Rückenbänder nicht fest-, der Rücken lose, und sie zeigten sich überwiegend teilnahmslos. Bei allen Hündinnen sollten die Gänge mehr Raumgewinn bzw. auch kraftvoller sein. Auch hier ein Körmaß anzulegen ging nicht. Um auf eine Bewertungsveranstaltung zu gehen sollte der Hund ausser nur WELPEN WERFEN und FRESSEN bekommen vielmehr auch wenn es gefordert wird, Aufmerksam und Führungswilligkeit zeigen.
Zusammenfassend war diese Veranstaltung ein Vereinsstandart klassisches, NUR kleines Züchtertreffen der alten Generation. Doch gerade von diesen sollte man eine erhabene und dynamische Präsentation entsprechend der Rasse erwarten dürfen. Zum ersichtlichen verwaltungstechnischen Ablauf war dieser ohne Beanstandung, jedoch nach ART DIESER LANDESGRUPPE. Entsprechend niedrig war auch die Veranstaltung von seinen Mitgliedern besucht.
Bei verschiedenen Hunden wurde vom Bewertungsrichter versucht, durch kleine Hilfestellungen wie kurze Wortlaute und Gesten den Ausdruck des Hundes zu sehen bzw. zur/der Kopfbeurteilung eine wohlwollende Beurteilungsfindung dokumentieren zu können.
Möchte man nach den vergebenen Prämierungen gehen so waren diese mit Sicherheit wohlwollend gemeint, ob solche Entscheidungen sich jedoch auch rassedienlich erweisen!
Eine Vorzugsbewertung zu erhalten, hier frage ich mich wo fängt „VORZÜGLICH“ an und wie sieht ein prämierter Hund mit der Bewertung „GUT“ aus.

So der Auszug aus dem FCI • Standard Nr.: 61 • 21. 01. 2004
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD :
Publikation des GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES: v. 29.10.2003
Es existieren zwei Varietäten des St.Bernhardshundes :
Varietät Kurzhaar (Stockhaar) und
Varietät Langhaar.
Beide Varietäten sind von beachtlicher Grösse und erhabener Gesamterscheinung; sie haben einen harmonischen, kräftigen, strammen und muskulösen Körper, mit imposantem Kopf und aufmerksamem Gesichtsausdruck.
Die Bewertungsdokumentation (Bericht) wird immer aus der Sicht des Bewerters (Richter) erstellt. Bewertungsumschreibungenen (Ausstellungsbericht) der Richter sind bei genauer Betrachtungsweise oft mit der vergebenen Platzierung nicht identisch.
Längst sollten jährlich Zuchtrichtereinsätze veröffentlicht werden.
Wie flexibel diese Bewertungsdokumentationen sind möchte ich zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlich erläutern.

Naturgemäß können auf eine Vereinsperson drei Machtpositionen verteilt werden wie Vizepräsident, Zuchtobmann, Richterobmann was aus meiner Sicht an „MACHTGEILHEIT“ grenzt bzw. was vereinspolitisch gewollt ist (warum auch immer!). Selbst kuschende Zuchtausschussmitglieder und LG-Vorstände, die mit Positionswechseln und seit Jahren mit formellen Verwaltungsaufgaben welche aus der praxisorientierten Vergangenheit herrühren beschäftigt sind und somit dem Fortschritt dienliche Nachweise nicht mehr vorleben. Die Zeit des Handlungsbedarfs wäre schon längst angesagt.
Ganz klar jedoch, dass jedem auf seine Art als Amtsträger, Züchter oder Mitglied jetzt und aus vergangener Zeit der seine Praxisaktivitäten zeigt und mit denen vorleben kann, gebührt Anerkennung ohne Zweifel und wenn und aber!
Die Führungsverantwortlichen warten, bis sie die ruhmvolle VERGANGENHEIT wieder einholt!
Bernhardinerzüchter aus Liebhaberei gar kommerziell handelnd bzw. denkend ist eine verantwortliche Aufgabenstellung, die grundsätzlich rassedienlich sein soll und genau hier stellt sich diese Frage, ob ein Fortschritt auf biologisch–kynologischem Gebiet zeitgemäß nachweisbar ist oder wäre. Der Standard ist in seiner Beurteilungsfindung sehr flexibel und längst reformierungsbedürftig. Die dabei sehr nahe liegende Zuchtzulassung (Körung) müsste längst eine strenge zukunftsweisende Auslese, insbesondere bei den Hündinnen vorsehen, diese haben aus meiner Sicht auch eine stärkere Vererbungskraft.
Das zentrale Kriterium insbesonders bei Neumitgliedern für eine mögliche Vorzüglichvorplatzierung ist der eigentliche Wettbewerb erfahrungsgemäß (Mundpropaganda) auch für folgende Wettbewerbe. Hierbei spielt die Kondition und Konstitution des jeweiligen St. Bernhardshundes aus meiner Sicht mit eine entscheidenden Rolle.
Ich erzähle Ihnen aber durchaus nichts Neues, wenn ich sage, dass es innerhalb dieser Prädikate Unterschiede in der vom einzelnen Hund abgelieferten Repräsentation und der Konditionsqualität geben sollte.
Aber gerade in den einzelnen Bewertungsklassen kommen auf eben solcher Veranstaltung neben den Vorplatzierungen weitere Kriterien hinzu, die letztendlich das Endergebnis ausmachen.
Während der Gangwerksprobe haben Belastung körperliche Leistungsfähigkeit, Trainingszustand, Präsentation, Dynamik des Bewegungsablaufs, aber auch Nerv und Wille zum Siegen entscheidenden Einfluss über Vorzugsplatzierung, bzw. über den Verlust von Prämierungsplätzen.
Die Bewertung „VORZÜGLICH“ sollte nur der Hund in jener Bewertungsklasse erreichen, der sich aufmerksam und führungswillig zeigt. Ab/in der OFFENEN-KLASSE bei der Bewertungsumschreibung (im Stand) des Hundes mit durchhängender Leine und im Abstand einer Leinenlänge zum Hund um gegebenenfalls durch Kommando, Handzeichen (Position bringen) sollte sich dieser Hund ablenkungsfrei im Stand durch seinen Führer lenken und leiten lassen.
Ich sehe es als meine Aufgabe bei einer Ausstellungsveranstaltung (und nicht nur da) an, dass ausser einer artgerechten Haltung auch die Beziehung zwischen Hund und Führer sowie ein aufmerksamer freudiger Grundgehorsam vorgestellt bzw. demonstriert werden sollte. Dies wird von mir auf allen Bewertungsveranstaltungen selbst vorgelebt (praktiziert). Dies wurde auch bei mehreren Bewertungsberichten „besonders“ ausgewiesen.
Für mich als interessierter Bernhardinerfreund sind Bewertungsveranstaltungen von großer Wichtigkeit, da sie die zu erwartende Qualität im Allgemeinen darstellt. Wie schon von Bernhardinerkollegen bestätigt, ist aus den vergangenen Jahren festzustellen, dass Zuchttiere vom Typ und Ausdruck und in Gebäudeverhältnissen vermehrt sehr unterschiedlich aufgebaut sind und auch eine Lauffreude nicht bestätigt werden kann.
Als Freunde des Bernhardiners nehme ich SACHBEZOGEN gerne per Mail, alle Anregungen, Meinungen, Kritik usw. entgegen (vertraulich).
BERNHARDINERZÜCHTER
orientiert zur MODEHUNDEZUCHT (Standardverein) Ab sofort Bernhardinerwelpen mit Vertragsgarantie durch Tierärztliche-Standardkostenübernahme bis zum 15. Lebensmonat des Tieres.
Welpensammelstelle & Vermitllung Anfrage per Mail.