Die Ursachen für die hohe Repräsentierquote der Quantität sind vielfältig?

Zunächst müssten die Züchter und Bernhardinerbesitzer einmal darüber nachdenken, ob mit den Bernhardinern das Jahr über richtig gearbeitet wird. Ich habe festgestellt und oft den Eindruck, dass man mit laienhaften Übungstreffen die Hunde gut “aussehen“ läßt und dann auf den Bewertungsveranstaltungen mit dem was abverlangt wird und mit dem was abverlangt werden muß, überfordert ist/wird.

Hier sind und wären qualifizierte rassespezifisch lizenzierte AUSBILDER und geschulte SCHAUTRAINER sowie Helfer in den Landesgruppen gefordert.

Interessierte und mögliche Jungzüchter/Halter müssten die Möglichkeit haben, ganzjährig auf hohem Level ihre Tiere vorzubereiten. Dazu müsste rassespezifisch die Struktur insbesondere zur Ausbilderausbildung (Schautrainer) focusiert werden. Das Angebot von lizenzierten qualifizierten Ausbildern müsste öffentlich gemacht und längst verbessert bzw. eingebracht werden.

Der Ausbilder/Trainer/Jungzüchternachwuchs müsste forciert werden, gegebenenfalls über „Talentschuppen“ wie in vielen anderen Sportarten.

Meine jahrelange Forderung ohne den Vereinen nahe treten zu wollen, müsste gefordert werden, daß ein qualifiziertes rassespezifisches “Schautrainer-Team“ gebildet wird.

Längst hatte ich darüber nachgedacht und ausgearbeitet, ob es nicht auch Sinn macht, ein Bewertungssystem wie bei Bewertungsveranstaltungen mit einzuführen wie z. B. ein Punktesystem bei Prüfungen.

Klubfunktionäre und Bernhardinerexperten müssen sich die Frage gefallen lassen, warum es unterlassen wurde, zu Ihrer Amtszeit in dieser Richtung tätig geworden zu sein.

Ganz klar ist, dass es Veränderungen in der Bernhardinerszene geben wird.

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Herausstellung einer künftigen nationalen -internationalen Auslese-Klasse?

Die zu vergebende Bewertung “Vorzüglich-Auslese“ müsste sich meines Erachtens wirklich auf eine geringe Anzahl herausgestellter St. Bernhardshunde beschränken, die so überdurchschnittlich in Erscheinung treten und in der Lage sind, den Rassestandard des St. Bernhardshundes weltweit zu repräsentieren.

Vorgaben für die Aufnahme in die Ausleseklasse wären für mich der Gesamteindruck und die anatomische Detailbeurteilung. Hierbei nochmals im Besonderen die Vorhandwinkelung und die Kruppe, die es grundsätzlich zu verbessern gilt. Letztlich mit ausschlaggebend sind klare, über den Boden gehende weit ausgreifende Gänge von einer kräftigen Hinterhand eingeleitet, die ohne Schubverlust auf die Vorhand übertragen werden.

Von den in die Ausleseklasse aufgenommenen St. Bernhardshunden sollte erwartet werden, daß sie während der laufenden Schausaison auf den Bewertungsveranstaltungen positiv auffällig in Erscheinung treten, und auch ohne Siegerstatus und Rücksichtsnahme der Richter als Klassensieger herausgestellt werden können und dabei überzeugen. Eine Hochplatzierung auf einer überregionalen Veranstaltung kann kein Freibrief für den Aussteller sein, selbst bei schlechter Form und Verfassung als Klassensieger hervor zu gehen.

Erlauben sie mir bitte auch den Hinweis zu den teilweisen veröffentlichten Standbildern.

Es müsste eigentlich für jeden Eigentümer selbstverständlich sein, entsprechende Verantwortung auch für
zu veröffentlichende Fotos zu übernehmen und Wert darauf zu legen, daß die überdurchschnittliche Anatomie, die letztlich zu der Hochplatzierung führt, zu erkennen ist.

Nicht nur der Zuchtausschuß, sondern vielmehr alle Mitglieder/Züchter müssten sich eingehend mit der von mir beschriebenen ernstzunehmenden Problematik befassen.

VDH - Hundeführerschein - Prüfer


(AUSBILDER ZUM HUNDEHALTER • SCHAUTRAINER)
Lizenziert: Trainer, Obedience, Agility,
seit gepr. RTHF (1967)


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