Augen auf beim qualifizierten Bernhardinerkauf
Lassen Sie sich folgende Nachweise des qualifizierten Züchters vorlegen:
1.) Zertifizierter Nachweis über umweltgerechte Ausbildung und Führen von St. Bernhardshunden
2.) Zertifizierungsurkunde sowie der Nachweis über die Berechtigung der Zuchtzulassung
3.) Letzte Überwachungsbescheinigung (Zuchtstättenbesichtigung, unvorangemeldet)
Außerdem nachweislicher Qualitätsscheck der Elterntiere:
Gesundheitsnachweise (Haustierarzt), umweltgeprüfte Begleitfähigkeit (kein Test)
Merke:
Keine wissenschaftliche (Schulung/Seminar) Aufzeichnung kann eine/die nachgewiesenen eigenen Praxisnachweise bzw. Erfahrungswerte ersetzen.
Um den Welpenkauf in beratender Funktion bzw. sich wertneutral beurteilen zu lassen wird ein qualifizierter Züchter nichts dagegen haben, wenn ein Vereins -und weisungsungebundene Hundesachverständiger oder erfahrener gepr. Ausbilder behilflich ist.
Zwei Dinge gilt es beim Welpenkauf zu prüfen:
Die Gesundheit und den Charakter des St. Bernhardshundes.
St. Bernhardshunde (Welpen) kauft man nur beim Züchter -aber darin liegt schon das Problem, denn “Züchter” ist kein geschützter Begriff!
Unter Züchtern finden wir Menschen, die gerne einmal Bernhardinerwelpen von ihrer Hündin haben wollen, solche, die Hunde ausschließlich zum Verkauf vermehren und solche -das sind die eigentlichen Züchter -, die sich einer Rasse verschrieben haben und sich bemühen, gesunde Hunde zu züchten.
Oft besitzen Züchter mehrere Generationen ihrer Hunde und weisen mit besonderem Stolz auf Groß- oder gar Urgroßmutter hin. Bei Qualitätszüchtern sind die Wartezeiten oft lang und die Welpen nicht billig ab (ca. 1.200 €). Aber man sollte ohnehin nie überhastet kaufen, und der Anschaffungspreis ist, auf das Leben des Hundes gerechnet, die geringste Ausgabe. Treffen Sie die falsche Wahl, haben Sie ein Hundeleben lang Zeit, sich zu ärgern.
Der Züchter sollte Ihnen alle Welpen bzw. Jungtiere des Wurfes und auch das Muttertier zeigen. Kein Tier darf scheu oder bissig sein. Anfangs darf man Abwehrverhalten hinnehmen, doch müssen sich die Hunde nach kurzer Zeit in Anwesenheit des Züchters ruhig und gelassen zeigen. Die Mutter kann ruhig ein etwas ausgezehrtes Gesäuge haben und etwas mager sein, sie sollte aber einen zufriedenen, gut gepflegten Eindruck machen. Der Junghund selbst darf keinen unangenehmen Geruch aufweisen; sein Kot muss fest sein und darf keine Spuren von Blut enthalten, seine Augen müssen glänzen und sein Nasenspiegel sauber sein. Seine Ohren sollten sauber sein, und sein Haarkleid darf keine stumpfen, abgebrochenen Haare aufweisen. Die Welpen fassen sich fest fleischig an. Ein aufgeblähter Bauch deutet auf Wurmbefall hin. Im Übrigen sollte der Junghund ein offensichtlich gutes Verhältnis fröhlich und verspielt sein, egal ob mit den anderen Hunden seines Wurfs oder mit Menschen.
Kaufen Sie nur dort, wo Sie sich wohl fühlen, und nie mit ungutem Gefühl, nur weil gerade Welpen da sind. Fragen Sie den Züchter alles, was Sie wissen möchten.
Sich unter den gesunden Welpen für einen zu entscheiden, kann manchmal schwierig sein. Am besten führt man ein paar Verhaltenstests mit einem Vereins -und weisungsungebundenen qualifizierten Hundesachverständigen oder gepr. Ausbilder durch.

Dazu müssen die Welpen mindestens sieben Wochen alt sein.
Vorher sind sie noch zu sehr vom Muttertier beeinflusst, und danach durchleben sie eine emotional labile Phase.
Diese Tests werden/müssen in einer geschlossenen und ruhigen Umgebung durchgeführt werden, die der Welpe nicht kennt. Der Vereins -und weisungsungebundene Hundesachverständige bzw. qualifizierter Ausbilder Ihres Vertrauens der dies durchführt, muss/wird sich neutral verhalten und wird während der Tests weder Freude, noch Zorn oder Irritation zeigen.
Mit einem solchen Test lässt sich die grundsätzliche Persönlichkeitsstruktur des Welpen erkennen. Vergessen Sie jedoch nicht, dass selbst dominante Erbanlagen durchaus durch einen Halter, der sich aktiv bemüht, verändert werden können:
Er kann bestimmte Seiten der Persönlichkeit verstärken und andere dämpfen.
Ferner sollten Sie sich ansehen, wie viel Platz der Junghund beim Züchter hat. Er wird sowieso nicht begeistert sein, sich plötzlich an einem fremden Ort wiederzufinden. Aber wenn er vorher wenig Platz hatte und nicht ins Freie konnte, wird ihm die Anpassung an seine neue Umgebung noch schwerer fallen.
Der Hund sollte alle Papiere besitzen (Ahnentafel und Impfpass), und Sie brauchen einen Kaufvertrag.
Nach dem Kauf sollten Sie ihn zu Ihrem Haustierarzt bringen. Er berät sie in Bezug auf weitere Impfungen und Entwurmungen usw… .
” von der Basis • für die Basis “
Ihre Angaben werden keinesfalls an Dritte weitergegeben.
